Österreichs Eishockey-Frauen sind bereit.

Foto: Wilhelm Luggin

Angers – Österreichs Eishockey-Nationalteam der Frauen ist in den vergangenen fünf Jahren oft knapp an einem historischen Erfolg vorbeigeschrammt. Bei der B-WM ab Sonntag in Angers soll es endlich klappen und der erstmalige Aufstieg in die Elite gelingen. "Wir wollen rauf", erklärte General Manager Martin Kogler vor den Spielen gegen die Niederlande (Sonntag, 16.00), Norwegen (27. April, 16.00), Gastgeber Frankreich (28. April, 19.30) und die Slowakei (30. April, 16.00).

Es ist der dritte Anlauf in Angers, nachdem das WM-Turnier 2020 und 2021 aufgrund von Corona zweimal abgesagt worden ist. Davor waren die ÖEHV-Frauen zweimal knapp dran: Bei der Heim-WM 2017 gelang Rang zwei hinter Japan, 2019 wurde im abschließenden Spiel mit einem 1:2 gegen Ungarn der Aufstieg verspielt. Und im Vorjahr wurde das Olympia-Ticket durch ein 0:1 gegen Dänemark verpasst.

Generalprobe geglückt

Nachdem Schweden durch die Ausschlüsse von Russland und Belarus wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine in die Top-Division aufgerückt ist, scheint der Kampf um den Turniersieg offen. Frankreich (12) liegt in der Weltrangliste knapp vor Österreich (13), Norwegen (14) und der Slowakei (15). Gegen die Norwegerinnen absolvierten die Österreicherinnen am Donnerstagabend den letzten WM-Test. In der Pariser Vorstadt Boulogne-Billancourt gelang ein 5:4 (0:0,3:3,1:1;0:0) nach Penaltyschießen.

Zweifache Torschützin war die an der Yale University engagierte Anja Trummer, auch Lena Dauböck und Annika Fazokas schrieben an. Im Penaltyschießen trafen die Legionärinnen Anna Meixner (Brynäs IF/SWE) und Theresa Schafzahl (Uni Vermont). Teamchef Jari Risku war nach der Generalprobe zufrieden. "Es war nicht unser bestes Spiel, das wir im ersten Drittel ablieferten. Wir konnten uns in der Folge deutlich steigern. Es war ein gutes Spiel und vor allem ein guter Test vor der WM", sagte der Finne.

Nicht dabei in Frankreich ist Janine Weber, Risku hat aber fünf US-Legionärinnen und vier Spielerinnen aus starken europäischen Ligen zur Verfügung. (APA, 22.4.2022)